Jens Leon Tiedemann ist ein deutscher Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut mit einer Praxis in Berlin-Kreuzberg, bekannt als Ehemann der Schauspielerin Alexa Maria Surholt, die seit 1998 in der ARD-Serie In aller Freundschaft die Figur der Sarah Marquardt spielt. Tiedemann promovierte 2006 an der Freien Universität Berlin und hat sich als Forscher und Kliniker auf Schamkonflikte in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie spezialisiert.
Kurzprofil: Jens León Tiedemann
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Titel | Dr. phil. Dipl.-Psych. Jens Leon Tiedemann |
| Beruf | Psychologischer Psychotherapeut, Körperpsychotherapeut |
| Studium | Psychologie, Freie Universität Berlin |
| Promotion | 2006, FU Berlin, Dr. phil. |
| Praxis | Mittenwalder Str. 47, 10961 Berlin-Kreuzberg |
| Ehefrau | Alexa Maria Surholt, verheiratet seit 2016 |
| Sohn | Arthur, geboren 2001 |
28 Jahre ohne Trauschein, ein Sohn, und dann die Hochzeit
Alexa Maria Surholt und Tiedemann waren über 28 Jahre ein Paar, bevor sie 2016 heirateten. In der deutschen Medienlandschaft ist das ungewöhnlich, vor allem wenn einer der beiden seit Jahrzehnten im öffentlichen Rampenlicht steht.
Ihr gemeinsamer Sohn Arthur wurde 2001 geboren. Als Surholt kurz nach der Geburt wieder ans Set von In aller Freundschaft zurückkehrte, kam Tiedemann mit, begleitet vom drei Monate alten Kind. Das ist eines der wenigen konkreten Details, das über ihn aus Interviews seiner Frau bekannt ist.
Arthur ist heute erwachsen. Er begleitet seine Mutter gelegentlich bei öffentlichen Terminen, hält sich aber, ähnlich wie sein Vater, weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Studium und klinische Anfänge von Jens Leon Tiedemann
Tiedemann studierte Psychologie am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin. Vor seiner Niederlassung in eigener Praxis arbeitete er klinisch in Einrichtungen für Suchtbehandlung und Psychosomatik in Berlin und Brandenburg.
Seine Psychotherapieausbildung absolvierte er an der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP), einer der bekanntesten Ausbildungsstätten in Deutschland für tiefenpsychologisch fundierte Therapie. Ab 2005 lehrte er dort selbst als Dozent, ein Lehrauftrag, den er bis 2009 innehatte.
Promotion und Forschung: Scham als intersubjektives Phänomen
2006 schloss Tiedemann seine Promotion an der FU Berlin ab. Der Titel der Dissertation lautet Die intersubjektive Natur der Scham. Die Arbeit ist im Refubium, dem institutionellen Dokumentenserver der Freien Universität, öffentlich archiviert.
Seine These: Scham entsteht nicht im Inneren eines Menschen allein. Sie ist das Produkt einer interpersonalen Situation, in der jemand beschämt oder gedemütigt wurde. Damit rückt er von der klassischen psychoanalytischen Vorstellung ab, die Scham als rein intrasubjektiven Affekt beschreibt, und stützt sich stattdessen auf intersubjektivitätstheoretische Ansätze.
Scham entsteht nicht im Inneren eines Menschen allein. Sie ist das Relikt einer interpersonalen Situation der Beschämung und Demütigung.
2008 erschien ein gleichnamiger wissenschaftlicher Aufsatz im Forum der Psychoanalyse, einem Springer-Fachjournal für Psychoanalyse und verwandte Gebiete. Der Aufsatz erschien in Band 24, Seiten 246 bis 263, und entwickelt die klinische Dimension weiter: wie Schamkonflikte in der therapeutischen Beziehung erkennbar werden und welche Konsequenzen der intersubjektive Blickwinkel für die Behandlung hat.
Laufbahn von Jens Leon Tiedemann im Überblick
Berufliche Stationen
| Zeitraum | Station | Details |
|---|---|---|
| Vor 2005 | Klinische Tätigkeit | Sucht- und psychosomatische Einrichtungen in Berlin und Brandenburg; Psychotherapieausbildung an der BAP |
| 2005–2009 | Dozent, BAP Berlin | Lehrauftrag an der Berliner Akademie für Psychotherapie, parallel zur laufenden Promotion |
| 2006 | Promotion, FU Berlin | Dissertation: Die intersubjektive Natur der Scham, Dr. phil. |
| 2008 | Publikation, Springer | Forum der Psychoanalyse, Band 24, S. 246–263 |
| Laufend | Psychotherapeutische Praxis | Mittenwalder Str. 47, 10961 Berlin-Kreuzberg |
Das Buch Scham und die Praxis in Kreuzberg
Von Tiedemann erschien außerdem das Buch Scham, eine 141-seitige Einführung in die zentralen psychoanalytischen Konzepte zu diesem Affekt. Das Buch arbeitet mit Fallbeispielen aus der klinischen Praxis und richtet sich an Therapeuten sowie an ein psychologisch interessiertes Fachpublikum. Es ist im Handel erhältlich und wird unter anderem beim Berliner Kulturkaufhaus Dussmann geführt.
In seiner Praxis in der Mittenwalder Straße 47 in Berlin-Kreuzberg behandelt er als Psychologischer Psychotherapeut und Körperpsychotherapeut. Die Körperpsychotherapie, sein zweiter Schwerpunkt, bezieht körperliches Erleben gezielt in die Behandlung ein, ein Ansatz, der besonders in der Arbeit mit Traumafolgestörungen und tief verwurzelten Schamkonflikten relevant ist.
Häufig gestellte Fragen zu Jens Leon Tiedemann
Ist Jens Leon Tiedemann in sozialen Medien aktiv?
Nein. Es gibt kein verifiziertes Social-Media-Profil unter seinem Namen. Weder auf Instagram, LinkedIn noch auf anderen Plattformen ist ein offizielles Konto von ihm nachweisbar.
Wie kann man Jens Leon Tiedemanns Praxis in Berlin erreichen?
Die Praxis befindet sich in der Mittenwalder Straße 47, 10961 Berlin-Kreuzberg. Die Kontaktdaten sind über seine offizielle Website dr-jens-tiedemann.de abrufbar.
Hat Jens Leon Tiedemann je selbst Fernsehauftritte gehabt?
Keine öffentlich dokumentierten. Anders als seine Frau Alexa Maria Surholt ist er in keiner Sendung, keinem Interview oder öffentlichen Medienbeitrag als Gesprächspartner aufgetreten.
In welcher Sprache sind Tiedemanns wissenschaftliche Arbeiten verfasst?
Sowohl die Dissertation als auch der Fachartikel im Forum der Psychoanalyse sind auf Deutsch verfasst und richten sich an ein deutschsprachiges Fachpublikum.
Nimmt Tiedemann neue Patienten an?
Dazu gibt es keine öffentliche Aussage. Aktuelle Verfügbarkeit lässt sich ausschließlich über eine direkte Kontaktaufnahme mit der Praxis klären.
Jens Leon Tiedemann ist seit Jahrzehnten einer der wenigen Männer an der Seite einer deutschen TV-Bekanntheit, über den sich schlicht nichts Falsches sagen lässt, weil er selbst so gut wie nichts preisgibt. Was dokumentiert ist, spricht für sich: ein Doktortitel, peer-reviewed publizierte Forschung und eine langjährige Praxis in Berlin-Kreuzberg. Der Rest bleibt, wie er es offenbar bevorzugt, privat.

