Bares für Rares ist eine deutsche Trödelshow im ZDF, die seit dem 3. August 2013 von Horst Lichter moderiert und von Warner Bros. International Television Production Deutschland produziert wird. Wer sich bei Bares für Rares bewerben möchte, reicht ein Objekt über das Online-Formular der Produktionsfirma ein und durchläuft ein mehrstufiges Auswahlverfahren, das von Kunsthistorikern und Fachberatern begleitet wird. Werktäglich schalten rund drei Millionen Zuschauer ein, der Marktanteil liegt bei etwa 25 Prozent.
Bares für Rares auf einen Blick
| Info | Details |
|---|---|
| Sendung | Bares für Rares |
| Sender | ZDF |
| Moderator | Horst Lichter |
| Erstausstrahlung | 3. August 2013 |
| Produktionsfirma | Warner Bros. International Television Production Deutschland |
| Drehort | Pulheimer Walzwerk, Pulheim (bei Köln) |
| Ausstrahlungstage | Montag bis Freitag, Nachmittagsprogramm |
| Bewerbung über | Online-Formular bei Warner Bros. ITVP Deutschland |
| Wartezeit | Mindestens 6 Monate nach Einreichung |
| Mindestalter | 18 Jahre |
| Bewerbungen pro Woche | 500 bis 1.000 |
| Auszeichnungen | Goldene Kamera 2018, Deutscher Fernsehpreis 2019 |
Wo man sich bei Bares für Rares bewerben kann
Das ZDF ist für die Auswahl der Teilnehmer nicht zuständig. Bewerbungen laufen ausschließlich über die Produktionsfirma Warner Bros. International Television Production Deutschland. Das Formular ist auf der ZDF-Seite der Sendung verlinkt und führt direkt auf die Bewerbungsplattform von Warner Bros. ITVP. Wer eine Anfrage direkt an den Sender schickt, landet am falschen Ort.
| Bewerbungsweg | Details |
|---|---|
| Online-Formular | Über die ZDF-Seite der Sendung verlinkt, führt zu Warner Bros. ITVP Deutschland |
| Postalisch | Alternativ möglich, Adresse über Warner Bros. ITVP Deutschland |
| Direktbewerbung beim ZDF | Nicht möglich, ZDF ist nicht für die Teilnehmerauswahl zuständig |
Was ins Bewerbungsformular für Bares für Rares gehört
Das Formular fragt sowohl Angaben zur Person als auch zum Objekt ab. Gute Fotos sind dabei entscheidend, da die Fachberater auf ihrer Grundlage eine erste Einschätzung vornehmen, bevor das Objekt überhaupt persönlich gesichtet wird.
| Angabe | Details |
|---|---|
| Persönliche Daten | Name und Kontaktinformationen |
| Objektbeschreibung | Genaue Beschreibung des Stücks, inklusive Zustand |
| Wertangabe | Falls bekannt; kein Pflichtfeld |
| Herkunft und Geschichte | Woher das Objekt stammt, besondere Hintergründe |
| Fotos des Objekts | Hochauflösend, aus mehreren Perspektiven, mit Detailaufnahmen |
| Foto der Person | Ein aktuelles Bild des Bewerbers |
| Sperrtermine | Tage, an denen eine Teilnahme am Drehtag nicht möglich ist |
| TV-Vorerfahrung | Angabe, ob man bereits im Fernsehen aufgetreten ist |
Teilnehmen darf jeder ab 18 Jahren. Das Objekt muss sich im rechtmäßigen Eigentum des Bewerbers befinden.
Was die Produktion bei der Objektauswahl entscheidet
Pro Woche gehen zwischen 500 und 1.000 Bewerbungen ein. Eine Redaktion aus Kunsthistorikern und Fachberatern prüft jedes eingereichte Objekt auf Echtheit und Provenienz. Der reine Marktwert ist dabei kein Hauptkriterium. Die Dramaturgie der Sendung spielt eine größere Rolle: Objekte werden ausgewählt, wenn sie vor der Kamera eine Geschichte tragen oder das Expertenwissen auf die Probe stellen. Das ZDF beschreibt die Sendung selbst als Format, bei dem Expertenwissen, Spannung und Verhandlung gleichrangig nebeneinanderstehen.
| Objekttyp | Warum geeignet |
|---|---|
| Antiquitäten und Jugendstil-Objekte | Seltenheitswert und eindeutige Stilzuordnung erleichtern die Expertise |
| Erbstücke mit belegbarer Geschichte | Persönliche Herkunftsgeschichte steigert den Unterhaltungswert |
| Sammlerstücke mit klarer Einordnung | Ermöglichen eine präzise Schätzung durch Experten |
| Kuriositäten ohne offensichtlichen Wert | Überraschungsmoment vor der Kamera, wenn der tatsächliche Wert enthüllt wird |
| Schmuck und Edelmetalle | Materiell gut prüfbar, hohe Handelsdichte im Händlerraum |
Der Ablauf von der Einreichung bis zur Einladung
Nach dem Einreichen der Bewerbung ist frühestens nach sechs Monaten mit einer Rückmeldung zu rechnen, häufig dauert es länger. Meldet sich die Produktion, geschieht das per Telefon oder E-Mail. Es folgen weitere Rückfragen zum Objekt, manchmal auch die Bitte um zusätzliche Fotos. Erst wenn diese Schritte abgeschlossen sind, kommt die Einladung zum Drehtag.
| Phase | Was passiert | Zeitrahmen |
|---|---|---|
| 1. Einreichung | Online-Formular ausfüllen, Fotos und Angaben zum Objekt einreichen | Sofort |
| 2. Fachliche Prüfung | Kunsthistoriker und Fachberater sichten Echtheit und Provenienz | Mehrere Wochen bis Monate |
| 3. Rückmeldung | Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail, weitere Rückfragen zum Objekt | Frühestens nach 6 Monaten |
| 4. Vorbereitung | Ggf. weitere Fotos einreichen, Drehtag-Details besprechen | Nach der Rückmeldung |
| 5. Drehtag | Expertise vor Ort, danach Verkaufsgespräch im Händlerraum | Nach Einladung durch die Produktion |
Was am Drehtag auf Teilnehmer wartet
Gedreht wird im Pulheimer Walzwerk nahe Köln. Die Anreise organisieren die Teilnehmer selbst. Der Drehtag besteht aus zwei Abschnitten: Zuerst findet die Expertise statt, die vor Ort deutlich länger dauert als im späteren Fernsehschnitt zu sehen. Experten wie Sven Deutschmanek, Wendela Horz, Detlev Kümmel oder Dr. Heide Rezepa-Zabel nehmen sich Zeit für das Stück. Danach folgt das Verkaufsgespräch mit den Händlern, das unter Ausschluss der Zuschauer stattfindet. Wer verkauft, erhält den Betrag direkt in bar.
| Abschnitt | Was passiert |
|---|---|
| Expertise | Fachexperten begutachten das Objekt vor Ort, dauert länger als im TV-Schnitt dargestellt |
| Händlergespräch | Verkaufsverhandlung im Händlerraum, unter Ausschluss der Zuschauer |
| Bezahlung | Verkaufserlös wird direkt bar ausgezahlt |
| Anreise | Eigenverantwortlich, kein Aufwandspauschale; Reisekostenerstattung laut Produktionsfirma möglich |
Mobiltelefone müssen während der Aufnahmen ausgeschaltet sein. Fotografieren ist auf dem gesamten Gelände verboten. Eine laufende reguläre Bewerbung und eine Einladung als Zuschauer zu einem XXL-Special (z.B. Schloss Drachenburg oder Kloster Eberbach) laufen unabhängig voneinander ab.
Schätztage: Alternative zur regulären Bares für Rares Bewerbung
Etwa alle drei Monate veranstaltet die Produktion sogenannte Schätztage. Dort können Objekte von Experten bewertet werden, ohne Kamera und ohne Verkaufsmöglichkeit. Wer bei einem Schätztag ein besonders außergewöhnliches Stück mitbringt, kann von der Redaktion direkt für einen Drehtag ausgewählt werden. Das ist ein realistischer Weg für alle, die nicht monatelang auf eine Antwort aus dem regulären Formular warten möchten.
| Vergleich | Reguläre Bewerbung | Schätztage |
|---|---|---|
| Bewerbungsweg | Online-Formular oder Post | Persönliche Teilnahme vor Ort |
| TV-Auftritt | Bei Einladung möglich | Kein TV-Auftritt |
| Verkaufsmöglichkeit | Ja, im Händlerraum | Nein |
| Wartezeit | Mindestens 6 Monate | Direkte Bewertung vor Ort |
| Chance auf Einladung | Durch Auswahlverfahren der Produktion | Bei außergewöhnlichem Objekt direkt möglich |
| Häufigkeit | Fortlaufend | Etwa alle 3 Monate |
Wer sich bei Bares für Rares bewerben will, braucht ein Objekt mit Seltenheitswert oder nachvollziehbarer Geschichte, gute Fotos und Geduld. Das Auswahlverfahren liegt ausschließlich bei der Produktionsfirma. Wer beides mitbringt, ein überzeugendes Stück und realistische Erwartungen, hat trotz der hohen Bewerbungszahl echte Chancen auf eine Einladung zum Drehtag.

